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Dienstag, 07. Oktober 2014

Glück und Pech der deutschen Truckracer

Nach zwei vom Wetter nicht ganz so begünstigten Rennwochenenden trafen sich die Pilotinnen und Piloten der FIA European Truck Racing Championship nun bei herrlichstem Sommerwetter vor 30.000 Zuschauern auf dem nördlich von Madrid gelegenen Circuit del Jarama zum 8. und vorletzten Lauf.


Der deutsche Motorsport wurden von den beiden einzigen Damen in der FIA ETRC, Steffi Halm und Ellen Lohr, sowie Titelverteidiger Jochen Hahn und René Reinert – alle auf MAN – vertreten.

Steffi Halm war sicherlich der ganz große Pechvogel des Wochenendes. Während sie in den Freien Trainings noch auf Top-Ten-Kurs fuhr, lief anschließend nichts mehr. Massive Lenkungsprobleme, die die Mechaniker trotz intensivster Bemühungen an der Rennstrecke nicht mehr in Griff bekamen. Damit erlebte die junge Schwäbin ihre erste Nullnummer in der laufenden Saison.

Immerhin 17 Punkte erfuhr sich René Reinert. Dennoch wird er den verpassten Siegchancen im zweiten Rennen noch lange nachtrauern. Bis zur Hälfte der Distanz hatte er schon einen Vorsprung von 7 Sekunden herausgefahren, während sich seine Verfolger gegenseitig fast aufrieben. In einer Gelbzone – ein Spanier war im Kiesbett gelandet – lief Reinert auf einen zu Überrundenden auf, war dann etwas irritiert, weil er sich nicht sicher war, ob er sich noch in der Gelbzone, also im Überholverbot, befand, wich aus, kam aufs Gras und drehte sich. An 6.Stelle reihte sich der Lausitzer wieder ein, und so beendete er auch das Rennen. Dazu kamen noch ein weiterer 6. und ein 5. Platz und im Abschlussrennen ein technisch bedingter Ausfall – da hätte eigentlich mehr drin sein müssen.

Zwar wesentlich weniger Punkte, nämlich 5 an der Zahl, holte Ellen Lohr, dennoch zeigte sich die Grand Dame des Truckracing recht zufrieden. 12. Platz im 1. Rennen, dazu noch zwei 10. und ein 8. Rang, damit hatte sie im Vorfeld nicht unbedingt gerechnet. So stockte sie ihren Gesamtpunktestand auf 6 Zähler auf.

Eifrigster Punktesammler der deutschen Fraktion war einmal mehr Jochen Hahn. Mit drei Podiumsplätzen, zweimal 2. und einmal 3., sowie einem 4. Platz heimste er insgesamt 45 Meisterschaftspunkte ein. Sechs Zähler liegt der Titelverteidiger in der Gesamtwertung hinter seinem ungarischen Markenkollegen Norbert Kiss, doch am Finalwochenende in Le Mans kann jeder noch 60 Punkte seinem FIA-Konto gutschreiben – es ist also noch alles drin.


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