newsdetail
Dienstag, 22. Oktober 2013

Hahn zum dritten Mal Europameister

In einem ausgesprochen spannenden Finale holte sich Jochen Hahn auf seinem weiß-grünen MAN bei sehr kaltem, aber zumeist trockenem Wetter vor insgesamt 51.300 Zuschauern auf dem Circuit Bugatti in Le Mans zum dritten Mal in Folge den Titel in der FIA European Truck Racing Championship. Sein schärfster Konkurrent im Titelkampf, der Spanier Antonio Albacete (MAN), war ja mit 11 Punkten Vorsprung nach Frankreich gereist. Mit einem Sieg im 1. Rennen, als Hahn schon in den Anfangsrunden die Führung von Polesetter Norbert Kiss (MAN) aus Ungarn übernahm, konnte der Deutsche seinem Konto weitere 20 Punkte gutschreiben. Albacete dagegen erhielt für seinen 3. Platz nur 12 Zähler – da war der Vorsprung auf 3 zusammengeschmolzen. Im 2. Rennen, in dem ja die ersten Acht in umgekehrter Reihenfolge starten und es nur die halbe Punktzahl gibt, konnte Albacete sich nicht wirklich revanchieren. Mit dem 6. Platz holte er sich nur einen Punkt mehr als Hahn, der 7. wurde.


Zu Beginn des letzten Renntags der Saison betrug die Differenz also gerade mal nur noch vier Punkte. Und erneut lag Hahn in der Startaufstellung neben Kiss auf dem 2. Platz, Albacete dagegen musste von der 7. Position aus ins Rennen gehen. Innerhalb kürzester Zeit war der Spanier auf den 4. Rang vorgepirscht. Vor dem Schlussrennen hätte das für Albacete ein Rückstand von gerade mal einen Punkt bedeutet. Und da der Spanier wesentlich mehr Siege auf dem Konto hatte, hätte er bei Punktgleichstand am Ende die Nase vorn gehabt. Doch kurz vor Schluss übernahm Hahn dann doch die Führung, das waren es nun 6 Zähler und eigentlich die Halbe Miete. Und so hielt sich der Altensteiger im letzten Rennen denn auch immer klug hinter Albacete und kam schließlich an 4. Stelle ins Ziel. Mit insgesamt 417 Punkten holte sich Hahn so seinen dritten Titel in Folge vor Albacete (412).

Bei dieser Dramatik gingen die Platzierungen der übrigen Deutschen beinahe etwas unter. Markus Oestreich startete nach dem Tausch der Fahrzeuge in Jarama nun mit Albacetes eigentlichem Truck und fuhr mit dem MAN im 1. Rennen auf den 4. Platz und im zweiten auf P 8. Im 1. Sonntagsrennen erhielt der Fuldaer in aussichtreicher Position eine Durchfahrtsstrafe verpasst, weil er beim Start die weiße Linie überfahren habe. So musste er sich durch das ganze hintere Feld wieder durchwühlen und kam so nur auf den 10.Platz.
Im 4. Rennen schoss Oese schon gleich nach dem Start hinter Hahn auf den 5. Platz vor, und so kam der Fuldaer dann auch ins Ziel. In der Gesamtwertung belegte Oestreich den 3. Platz.
Mit René Reinert kam der dritte deutsche MAN-Pilot auf den 9. Platz der Gesamtwertung, auch wenn die Punkteausbeute in Le Mans zur schwächsten der Saison zählte.  
Dabei fing es am Samstag mit dem 7. Platz in der SuperPole recht vielversprechend an, dennoch sprang im anschließenden Rennen nur der 9.Rang raus. Im 2. Rennen krachte dem MAN aus der Lausitz gleich nach dem Start ein französischer Truck voll aufs Heck. Reinert stand quer auf der Piste, das Rennen musste abgebrochen werden. Anschließend durfte der Lausitzer wegen einer defekten Felge erst gar nicht mehr starten.

Auch am Sonntag schaffte es Reinert wieder in die SuperPole, doch am Ende reichte es erneut nur zum 9.Platz. Eine bessere Platzierung hätte aber eh nichts gebracht, denn der MAN-Pilot bekam wegen einer nicht angetretenen Durchfahrtsstrafe 30 Sekunden Strafzeit aufgebrummt, und die warf ihn auf den 15. Platz zurück. Im letzten Rennen gab es dann noch einmal 3 Punkte für den 8. Platz, Reinert wird sich in Le Mans sicher mehr erhofft haben.

Gerd Körber trat in dieser Saison zwar nur viermal an, war aber dennoch als 13. in der Gesamtwertung bestplatzierter Race-by-Race-Pilot. Bei all seinen bisherigen Rennwochenenden konnte er mit seinem Schwabentruck-Iveco punkten, in Le Mans ging Körber nun erstmals leer aus. Dabei ist der Rheinauer beim letzten Rennen mit dem 11.Platz nur knapp an den Punkten vorbei gerutscht. In den anderen drei Rennen kam Körber auf die Plätze 14, 13 und 12. Viel Pech hatte er dabei im 1. Rennen, als er wegen einer spektakulären Kollision mit dem Belgier Jean-Pierre viel Zeit verlor.

Den 15. Platz in der Meisterschaft holte sich Steffi Halm. In Le Mans war die MAN-Pilotin in den FIA-Läufen nicht am Start, sondern sie fuhr in den an gleicher Stelle stattfindenden Rennen der Französischen Meisterschaft, wo sie ihren Titel erfolgreich verteidigen konnte.

Ohne Punkte in diesem Jahr blieb Ellen Lohr. Auch ihr überraschender Wechsel vom tankpool24-Mercedes in den Buggyra Freightliner brachte sie nicht weiter nach vorn. So blieben ihr in Le Mans nur je ein 14. und ein 17. Platz sowie zwei 15. Plätze. Ihr Nachfolger im Mercedes-Cockpit, André Kursim,  hätte als „Späteinsteiger“ eh keine Punkte einfahren können. Der 22jährige fuhr in Le Mans sein zweites Rennwochenende im Renntruck. In dem gegenüber Jarama qualitativ erheblich besser besetzten 21er-Feld belegte Kursim je einen 19., 15., 17., und 16. Platz.


DER 34. INT ADAC TRUCK-GRAND-PRIX VOM 19. JULI - 21. JULI 2019 AM NÜRBURGRING WIRD PRÄSENTIERT VON:

Copyright © ADAC Mittelrhein e.V. – Alle Rechte vorbehalten
Der Int. ADAC Truck-Grand-Prix am Nürburgring ist eine Veranstaltung des ADAC Mittelrhein e.V. und wird von der ADAC Travel & Event Mittelrhein GmbH ausgerichtet.